Wer keine Lust auf Lesen hat, der schaut das Video! 🙄

GARDENA 19060-60 smart SILENO Mähroboter

Ich lasse jetzt mähen 😎

Das hier soll ein ehrliches Review sein und deshalb fange ich gleich mit dem Wichtigsten an: Dem Preis. Rasenmähroboter allgemein sind schon Luxus mit einem Preis von ca. 600€ an aufwärts. Dieser Rasenmäher kostet aktuell 1348€ und ist damit schon in der Premiumklasse, aber er liefert auch, was er verspricht.

Ich habe vorallem wegen des Preises lange mit mir selbst gehadert, ob ich kaufen soll, aber seit dem habe ich es nicht eine Sekunde bereut, denn was man sich hier kauft, ist freie Zeit. Man kauft sich den Luxus, nicht jede Woche unter dem Druck zu stehen, mähen zu müssen.

Wo man aber etwas mit zu tun hat, ist das Installieren. Diese Arbeit ist zum Glück nur einmal nötig. Man muss

  • den Begrenzungsdraht verlegen
  • die Ladestation anschließen
  • die App einrichten
  • dem Rasenmäher mit einem Bierchen in der Hand (notfalls alkoholfrei!) bei der Arbeit zusehen

Zuerst sollte man aber einen Blick in die Anleitung werfen und auf Basis der Gegebenheiten des eigenen Gartens die Lage der Ladestation und der Begrenzungsdrähte planen.

Bevor ich losgelegt hatte, habe ich mit einem normalen Rasenmäher nochmal alles auf 3cm runter gemäht, so dass der neue Roboter einen guten Start hat.

Kabel verlegen 💪😓

Wenn der Plan gemacht ist, wo die Drähte sein sollen, geht es ans Verlegen. Ich hatte bei der geplanten Position der Ladestation begonnen und mich dann Meter für Meter am Rand entlang gearbeitet. Der Draht muss dabei 35cm entfernt von Kanten verlegt werden, wo der Rasenmäher gegen fahren könnte oder ggf. runterfallen könnte. Wenn es sich jedoch um etwas handelt, wo der Rasenmäher drauf fahren kann, wie eine Terrasse, dann reichen 10cm. Der Vorteil ist hier, dass keine Graskante entsteht, die man nacharbeiten muss.

Das Kabel kann nun entweder oberirdisch oder unterirdisch verlegt werden. Beides hat Vor- und Nachteile.

Beim Verlegen auf dem Rasen wird das Kabel ca. alle 30 cm mit Plastenägeln am Boden fest genagelt. Es heißt, dass das Kabel nach und nach vom Rasen überwachsen wird. Das kann ich auch bestätigen, denn nach nur wenigen Wochen kann man das Kabel fast nirgendwo mehr sehen. Das Verlegen ist auch vergleichsweise schnell und will man nachträglich Änderungen vornehmen, geht auch das schnell. Aber auch wenn man das Kabel nicht mehr sieht, ist es dennoch da. So hatte ich es beim Harken des Heckenschnitts im Herbst schon an manchen Stellen das Kabel mit gezogen.

Das unterirdische Verlegen dauert etwas länger. Ich habe hier den Boden etwa 5cm eingeritzt und das Kabel dann mit den Fingern reingedrückt. Auch mit dieser Verlegeart würde ich aber zukünftig von Vertikutieren absehen. Zumindest einfaches Harken ist aber ungefährlicher.

Nachdem der Draht um das ganze Rasenstück rumgelegt ist, bleibt noch der Führungsdraht. Den legt man quer über die Fläche in die entlegendste Ecke. Die ist bei mir sehr schmal und lang. Will der Rasenmäher zurück zur Ladestation, muss er nur den Führungsdraht finden, anschließend kann er dem Kabel sehr genau folgen. So findet er auch aus dieser engen Stelle immer raus.

Ladestation aufstellen 🔋

Hat man den richtigen Ort gefunden für seine Ladestation, muss man dort Strom sowie die 3 Kabelenden anschließen. Dann muss sie nur noch im Boden mit einigen großen Schrauben verankert werden. Die Station nimmt einiges an Fläche in Anspruch, daher hatte ich mir eine ruhigere Ecke im Garten gesucht, musste dafür dann aber eben noch ein Stromverlängerungskabel verlegen.

Smarthub und App einrichten 📱

Der Smarthub sieht aus wie ein Router und stellt die Datenbrücke zwischen dem Rasenmäher und dem Internet dar. Er kann sich wohl auch per WLAN verbinden, ich habe ihn jedoch einfach per Netzwerkkabel an den Router angeschlossen. Nach dem ersten Anschluss hat der SmartHub bei mir ein Update geladen und danach neugestartet. Dieses Updaten hat locker über 5 Minuten gedauert. Anschließend kann man die App aus dem Store laden und verbindet sich mit dem Rasenmäher. Die App erlaubt das Einstellen vom Zeitplan für das Mähen. Außerdem kann man darüber aus der Ferne das Mähen starten oder stoppen und so den Plan auch übersteuern.

Mähen funktioniert tadellos 😎

Das eigentliche Mähen funktioniert so reibungslos, dass man dazu fast gar nichts sagen kann! Er hat sich in der ganzen Saison nicht einmal verfahren, ist nicht ausgebüchst, gar nichts. Er mäht nach dem Zufallsprinzip, das heißt, dass er einfach geradeaus mäht, bis er entweder gegen ein Hindernis fährt oder den Begrenzungsdraht detektiert. Dann fährt er ein kleines Stück rückwärts, dreht sich in eine zufällige Richtung und fährt wieder los. Das wiederholt sich, bis der Akku zur Neige geht. Dann schaltet er das Mähwerk ab und sucht die Ladestation. Der Mäher bietet viele Einstellmöglichkeiten, um auch schwierige Gartenlandschaften zu bewältigen, ein Blick in das wirklich gute Handbuch hilft hier weiter.

Meine Langzeiterfahrung ist äußerst positiv ⏰🌈

Alles in allem, freue ich mich jeden Tag mehr über Robbby. Am Anfang war da noch der hohe Preis und die Ungewissheit, ob das was taugt. Dann folgte ein anstrengendes Tageswerk der Erstinstallation. Seit dem kann ich mich aber jeden Tag darüber freuen, wie schön gepflegt und dicht der Rasen ist und die Freiheit genießen, lieber auf dem Rasen zu liegen statt ihn bearbeiten zu müssen. Der Freizeitgewinn ist wirklich das Allerbeste an dem Mäher!

Außerdem ist der Mäher relativ unempfindlich, was das Wetter betrifft. Er mäht auch bei Regen klaglos. Gelegentlich hatte ich ihn bei stärkerem Regen in die Garage geschickt (per App!) aber nötig ist es meiner Meinung nach nicht. Es war eher “Mitleid” mit dem kleinen mechanischen Familienmitglied.

Ich habe an der ein oder anderen Stelle den Draht mit etwas zu viel Abstand gelegt, das kennzeichnet sich jetzt dadurch, dass dort noch ein Büschel Rasen am Rand hoch wächst, was nicht nötig wäre. Hier muss ich am Anfang der nächsten Saison noch korrigieren.

Das letzte Aber ist unser Trampolin. Die Füße des Trampolins sind auf dem Boden liegende Rohre und ich habe hier den Draht nicht herumgelegt, da ich wollte, dass der Mäher auch unter dem Trampolin mäht. Außerdem verstellen wir das Trampolin einmal pro Woche, so dass hier keine dauerhaften Schadstellen im Rasen entstehen. Diese Füße sind nun problematisch für den Mäher. Sie sind niedrig genug, dass er einfach drüber fahren kann, ohne, dass etwas passiert. Wenn er jedoch aus einem sehr spitzen Winkel kommt, fährt nur ein Rad drüber und anschließend fährt er sich dann doch fest. Ich habe dieses Problem gelöst, in dem ich auf die Füße eine Art Mini-Holzzaun gebaut habe. Der ist jetzt hoch genug, so dass der Mäher gegen fährt und abdreht.

Insgesammt hat mich der Mäher jedoch voll überzeugt. Der vergleichsweise hohe Preis scheint gerechtfertigt. Wer einen Garten hat und wem seine Freizeit etwas wert ist, sollte unbedingt zuschlagen. Klare Kaufempfehlung!

  • Preis-/Leistungsverhältnis: ★★★☆☆
  • Gesamteindruck: ★★★★★

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